Helmut Schmidt in einem offenen Brief an Bundesbankpräsident Hans Tietmeyer, abgedruckt in DIE ZEIT v. 8.11.1996 http://www.uni-konstanz.de/FuF/wiwi/laufer/HANS.html :
“Nun will Finanzminister Waigel durch einen “Stabilitätspakt” zwischen den Teilnehmerstaaten noch auf den Maastrichter Vertrag draufsatteln und quasi die Konvergenzkriterien verewigen, und zwar mit der Androhung von Geldstrafen für Staaten, welche die Kriterien überschreiten. Deutsche Großmannssucht! Unsere europäischen Partner sind über Waigels Druck schon heute verärgert, aber Sie selber (gemeint war Bundesbankpräsident Tietmeyer) geben öffentlich zu erkennen, daß Ihnen Waigel noch keineswegs weit genug geht.”
“Frage: Hätte die EU den Euro nur in einer kleinen Gruppe von Ländern einführen sollen?”
Darauf Schmidt: Das ist meine Ansicht – und man hätte striktere Regeln für das wirtschaftliche Verhalten der Mitglieder festlegen müssen. Der sogenannte Stabilitäts- und Wachstumspakt hat keinen Gesetzescharakter, sondern ist lediglich eine Vereinbarung zwischen Regierungen. Und es war nicht hilfreich, dass Frankreich und Deutschland die Vorschriften des Pakts verletzt haben. Merkel würde diese Fehler gerne korrigieren, aber ihre Erfolgsaussichten sind recht gering, und sie agiert nicht sehr geschickt. Quelle: http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-12/helmut-schmidt-interview
Der Fehler war also, den Pakt, der gar nicht nötig war, nicht streng genug zu fassen, ihm nicht genügend Durchschlagskraft zu verleihen und ihn dann noch zu verletzen.
Dazu noch gönnerhaftes Gerede über Schäuble und Merkel. Und die Bundesbanker sind “im Herzen Reaktionäre”.
Sic tacuisses, …