Prepare for the hard times ahead

Bankenrettung 2.0. Die Eigenkapitalbasis der systemrelevanten europäischen Bankhäuser soll verstärkt werden. Warum? Zwei Begründungen werden gehandelt. Nach der einen Begründung soll lediglich die akute Vertrauenskrise im Finanzsektor beendet werden. Nach der anderen Begründung sollen die Banken so aufgestellt werden, daß sie energische Schuldenschnitte Griechenlands oder anderer Peripheriestaaten verkraften können. Der Schönheitsfehler: Das frische Eigenkapital muß entweder am Kapitalmarkt aufgenommen werden oder staatlicherseits bereitgestellt werden. Der erste Weg ist den meisten Geldhäusern versperrt. Also müssen die Staaten wieder tief in die Tasche greifen? Wenn sie es nur könnten! Die Vorstellung, daß Italien, Frankreich oder andere instabile Euroländer sich gigantische Milliardenbeträge zur Stabilisierung ihrer Banken gegenüber der Staatsschuldenkrise leihen könnten, ist aberwitzig. Die maroden Staatshaushalte sind doch der Grund für die instabilen Banken. Josef Ackermann hat recht. Das Problem muß radikal gelöst werden. Entscheidend ist, daß alle Euroländer die glaubhafte Erwartung herstellen, daß sie ihre Staatsschulden restlos zurückbezahlen werden. Nur, wer dazu aus objektiven Gründen nicht in der Lage ist, darf unter den Rettungsschirm. Griechenland muß bis auf weiteres gehalten werden. Frankreich und Italien sind in der Lage, ihre Haushalte zu sanieren. Ihre Banken werden sich stabilisieren, sobald ihnen das gelungen ist. Also ist sofortiges Handeln nach dem altbewährten IWF-Rezept angesagt: Austerität und Deregulierung.

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