Nichts Neues an der Eurofront?

Wie ist die Bilanz des 14. Euro-Rettungsgipfels? Sind sie nun auf dem Grund des Schuldenproblems angekommen? Gegen mehr Haushaltsdisziplin und Überwachung kann man nicht ernsthaft etwas einwenden, nicht in einer Währungsunion. Auf dem Gebiet der Abschirmerei wurde das Schlimmste verhindert, i.e. Eurobonds und unverbindliche Aufforderungen an die EZB zu unbegrenzten Interventionen.

An die Macht der Rettungsschirme glauben die meisten Finanzmarktteilnehmer nicht mehr so recht. Insofern ist es fraglich, ob die zeitliche Überlappung der beiden Schirme etwas nützt. Wenn wir Großpleitiers retten wollen, bleibt nur die Monetisierungsoption, auch „Bazooka“ genannt. Und diese Option ist wegen der damit verbundenen Inflationsrisiken nicht verantwortbar. Aber man soll das Unglück nicht beschreien. Vielleicht eskaliert die Lage ja nicht so, daß die Schirmchen reichen.

Bleibt noch das Problem, daß das eine oder andere Peripherieland als Folge der erfolgreichen Einführung der Gemeinschaftswährung über keine wettbewerbsfähige Industrie mehr verfügt. Und daran ändern die Schuldenbremsen nichts. Es wird für Länder wie Spanien, Portugal und Griechenland ein sehr steiniger Weg zu dem Ziel, innerhalb des Eurosystems ihre Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen. Ach ja, die können auch zur Massenflucht antreten oder ihre Löhne senken. Oder das Zentrum schickt noch mehr Geld, welches ja bekanntlich bei den Empfängern stets so effizient wie möglich eingesetzt wird.

Es könnte sich um Fässer ohne Boden handeln. Wie viele Targetsalden will die Bundesbank noch anhäufen? Eine oder zwei Billionen Euro?

Wie sieht die Lösung aus, die den Schaden für das deutsche Volk minimiert?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s