Eurokrise und kein Ende

Es war wohl doch nicht allein der Draghi-Put, der den Laden zusammengehalten hat. Eine zarte Andeutung von Bernanke, dass man bei besserer konjunktureller Entwicklung allmählich aus der extremen Geldpolitik aussteigen könnte, hat genügt, um die Finanzmärkte weltweit durcheinander zu wirbeln. Dazu noch eine kleine Regierungskrise in Portugal und schon steht den Peripherie-Ländern das Wasser wieder bis zum Halse. Die Konjunktur in der Peripherie läuft unterirdisch schlecht und am Arbeitsmarkt ist Land unter. Das ganze ist wie ein schlechter Horrorfilm, der auch noch Überlänge hat. Ganz schlimm sind all die Experten, die ständig ungefragt mit ihren Patentrezepten hausieren gehen. Niemand weiß, ob Italien Spanien und Portugal mit dem Euro ihre Wettbewerbsfähigkeit wiedererlangen können. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Ich denke oft darüber nach, was denn das europäische Narrativ sein könnte, mit dem man die jungen Menschen wieder für Europa begeistern könnte. Drei Ansätze wollen mir einfallen.
Erstens: nie wieder Krieg, denn die schlimmsten Kriege und Verbrechen gegen die Menschlichkeit haben in Europa stattgefunden.
Zweitens: die antike Geschichte, also das klassische Griechenland und das Römische Reich.
Drittens: das fränkische Reich und Karl der Große.
Ob das reicht, um in den kommenden Krisen immer wieder neue Kraft zu schöpfen?

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